Das theater wrede+ und Bewegt bewegen e.V. laden am 21.03.2026 im Rahmen der Woche gegen Rassismus und Diskriminierung zum Tanz- und Performanceabend »ECHOES« ein. Künstler:innen aus ganz Deutschland behandeln in choreografischen Arbeiten gesellschaftliche Realität und persönliche Geschichte. Zwischen Verletzlichkeit und Widerstand, Ambivalenz und Selbstermächtigung entstehen abstrakte, kraftvolle Tanzstücke, die sich eindeutigen Zuschreibungen entziehen. Im Mittelpunkt stehen Perspektiven, die im kulturellen Diskurs häufig marginalisiert werden. »ECHOES« öffnet einen Raum für Komplexität, innere Widersprüche und neue Blickwinkel. Ergänzt wird der Abend durch den autobiografischen Dokumentar-Kurzfilm »Sankofa« von Kwamé Osei und Miles-Vincent Kleveman.
Performances
Kaynak
von Pelsho (Pelin Terzi), Berlin
Wenn mein Körper hier geboren ist –warum gehört er nicht ganz hierher?
Dieser Körper wurde in Berlin geboren.
Seine Wurzeln reichen in die Türkei.
Ein Solo über Identität, Scham, Mischung und Zugehörigkeit.
Über das Anpassen.
Quiet Storm
von Damiano, Duisburg
Wahrgenommen, bevor man verstanden wird.
Eingeordnet, bevor man ein Wort sagt.
Ein Solo darüber, Schwarz zu sein in weißen Räumen.
Über die Spannung zwischen dem, wer ich bin, und dem, was du siehst, und darüber, meinen Rhythmus in Räumen zurückzuerobern, die mich falsch lesen.
“Quiet Storm” besteht darauf, dass selbst in der Stille Stärke Ausdruck findet und selbst in der Zurückhaltung Freiheit weiterlebt, ein Widerstand, der sich gegen auferlegte Narrative und ihre reduzierenden Zuschreibungen richtet.
Und über das Bleiben.
Vorstellungen:
Gefördert von:
LzO Stiftung, Lotto-Sport-Stiftung, BVO Stiftung, Best Western Hotel Heide
Clubbing Culture
Dhélé Agbetou & Rafael Leandro Hellweg, Bielefeld
“Clubbing Culture” behandelt Identität, Zusammenhalt und die Kraft der Gemeinschaft. Inspiriert von afroamerikanischen Tanzstilen wie Locking und House Dance entfaltet sich auf der Bühne eine bewegte Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ausdrucksstarke Bewegungen treffen auf Rhythmus und Energie, leise Spannungen auf Momente der Befreiung. So entsteht ein vielschichtiges Bild von Stärke, Kreativität und dem Mut, den eigenen Raum einzunehmen.
Sankofa – Breaking the Chains of the Past
Die autobiografische Reise begleitet Osei auf seiner Suche nach Antworten zu seinem Wesen und seinen Wurzeln. Als derzeitiger Choreograf des Staatstheater Oberhausen wirft die Reflexion über seine Biografie viele Spannungsfelder auf, es behandelt seine Leiden als auch Privilegien, sein Entsetzen über die deutsche Vergangenheit und sein Stolz darüber, deutsch aufgewachsen zu sein. Auf der Reise von NRW über Accra (Ghana) nach New Orleans (USA), folgen wir der Route des transatlantischen Sklavenhandel mit folgender Erkenntnis: Mit der richtigen Mentalität lassen sich die Ketten endgültig aufbrechen.
Regie/Recherche/Produktion: Osei Kwamé // D.o.P./Editing/Co-Regie: Miles-Vincent Kleveman // Musik: Mattis Rinsche // Gefördert durch: Kunststiftung NRW // Länge: 17 Minuten