ECHOES
ECHOES ist ein kraftvoller Tanzabend über Wahrnehmung, Identität und den Blick der anderen. Die Performer:innen Pelsho (Pelin Terzi), Damiano, Dhélé Agbetou und Rafael Leandro Hellweg bringen auf die Bühne, was sich oft nur schwer in Worte fassen lässt: das Gefühl, angesehen, eingeordnet und bewertet zu werden – manchmal schon, bevor man überhaupt sprechen kann.
Aus unterschiedlichen künstlerischen Hintergründen entstehen bewegende, energiegeladene Arbeiten zwischen urbanem und zeitgenössischem Tanz. Persönliche Geschichten, kulturelle Einflüsse und individuelle Bewegungsstile treffen aufeinander und schaffen einen Abend voller Spannung, Intensität und Ausdruck.
Im Tanz entsteht dabei ein gemeinsamer Raum, in dem Perspektiven aufeinandertreffen, sich begegnen und Gemeinschaft spürbar wird. Zwischen Ernst und Leichtigkeit entstehen Momente von Verletzlichkeit, Humor und Stärke – getragen von der Energie urbaner Tanzkultur. Die Stücke erzählen von Anpassung und dem Wunsch nach Zugehörigkeit ebenso wie von Widerstand, Selbstermächtigung und der Entscheidung, sich den eigenen Raum zurückzunehmen.
Vorstellungen:
Gefördert von:
LzO Stiftung, Lotto-Sport-Stiftung, BVO Stiftung, Best Western Hotel Heide
Kaynak
Pelsho (Pelin Terzi)
Wenn mein Körper hier geboren ist –warum gehört er nicht ganz hierher?
Dieser Körper wurde in Berlin geboren.
Seine Wurzeln reichen in die Türkei.
Ein Solo über Identität, Scham, Mischung und Zugehörigkeit.
Über das Anpassen.
Und über das Bleiben.
Quiet Storm
Damiano
Wahrgenommen, bevor man verstanden wird.
Eingeordnet, bevor man ein Wort sagt.
Ein Solo darüber, Schwarz zu sein in weißen Räumen.
Über die Spannung zwischen dem, wer ich bin, und dem, was du siehst,
und darüber, meinen Rhythmus in Räumen zurückzuerobern, die mich falsch lesen.
“Quiet Storm” besteht darauf, dass selbst in der Stille Stärke Ausdruck findet und selbst in der Zurückhaltung Freiheit weiterlebt, ein Widerstand, der sich gegen auferlegte Narrative und ihre reduzierenden Zuschreibungen richtet.
Clubbing Culture
Dhélé Agbetou & Rafael Leandro Hellweg
“Clubbing Culture” behandelt Identität, Zusammenhalt und die Kraft der Gemeinschaft.
Inspiriert von afroamerikanischen Tanzstilen wie Locking und House Dance entfaltet sich auf der Bühne eine bewegte Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Ausdrucksstarke Bewegungen treffen auf Rhythmus und Energie, leise Spannungen auf Momente der Befreiung.
So entsteht ein vielschichtiges Bild von Stärke, Kreativität und dem Mut, den eigenen Raum einzunehmen.
Sankofa - Breaking the Chains of the Past
Die autobiografische Reise begleitet Osei auf seiner Suche nach Antworten zu seinem Wesen und seinen Wurzeln. Als derzeitiger Choreograf des Staatstheater Oberhausen
wirft die Reflexion über seine Biografie viele Spannungsfelder auf, es behandelt seine Leiden als auch Privilegien, sein Entsetzen über die deutsche Vergangenheit und sein Stolz darüber, deutsch aufgewachsen zu sein. Auf der Reise von NRW über Accra (Ghana) nach New Orleans (USA), folgen wir der Route des transatlantischen Sklavenhandel mit folgender Erkenntnis: Mit der richtigen Mentalität lassen sich die Ketten endgültig aufbrechen.
Regie/Recherche/Produktion: Osei Kwamé // D.o.P./Editing/Co-Regie: Miles-Vincent Kleveman // Musik: Mattis Rinsche // Gefördert durch: Kunststiftung NRW // Länge: 17